Tötet die "Geistig-Politische Wende", wo Ihr sie trefft!

Tötet die "Geistig-Politische Wende", wo Ihr sie trefft!

Die Ausstellung zur Bundestagswahl, präsentiert von Gitte Bohr in Zusammenarbeit mit WestGermany.

Eröffnung 18. September, 19 Uhr
Finissage 22. September, 19 Uhr: mit ausserparlamentarischem Wahl-Party, Performance, Schnapps-Wahl, Liveübertragung der Hochrechnungen

Öffnungszeiten: 19. - 21. September, 17 - 20 Uhr

Künstler in der Ausstellung: Juan Perez Agirregoikoa (E), Diego Castro (D), Martin Conrath & Marion Krei├čler (D), Frederik Foert (D), Thomas Galler (CH), Erik Göngrich (D), Uwe Jonas (D), Sara Lehn & Greg McLaren (D/UK), Maya Roos (CH), Nicolas Savary & Tilo Steireif (CH), und andere...

Installtionsansicht / Uwe Jonas

Als Helmut Kohl 1980 um die Kanzlerschaft bemühte, proklamierte er für den Fall seiner Wahl eine "geistig-moralische Wende". Gemeint war damit eine mentalitätsmäßige Vorbereitung für den Abbau des Sozialstaats. 2010 forderte Guido Westerwelle eine "geistig-politische Wende", womit sich eine weitere Bewegung in Richtung einer technokratischeren und minarchischeren Staatsordnung anbahnen sollte.

Diego Castro / Installtionsansicht

In der Nachfolge der Ausstellung "Tötet die geistig-moralische Wende", die im West Germany anlässlich der letzten Bundestagswahl abgehalten wurde, haben Gitte Bohr und das West Germany beschlossen, die mit einem neuen Ausstellungsprojekt die weiter bestehende Thematik aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Anlässlich der Bundestagswahl im September, wollen wir einen Blick auf die aktuelle politische Kultur werfen. Die Wahlen in Deutschland sind heute, angesichts des diffizilen Kräfteverhältnisses in Europa, der Eurokrise und der Austeritätspolitik, viel mehr als nur eine nationalstaatliche Angelegenheit. Wie auch immer Deutschland wählt; die gesamte europäische Gemeinschaft wird von den Auswirkungen des deutschen Votums stark betroffen sein.

Savary & Steireif / Göngrich / Lehn & McLaren / Agirregoikoa

In dieser Ausstellung geht es um Bilder einer sich wandelnden demokratischen Kultur. Von der monolithischen Bonner Republik über Populismus bis zur Liquid Democracy haben sich die mit den politischen Programmen verbundenen Bildwelten verändert und präsentieren doch nichts als die Wiederkehr des Immergleichen: Egal wen Du wählst - die Regierung gewinnt immer!

Maya Roos: Kuchen zum fluchen

Als Antwort auf die Wahlen 2013, präsentieren Gitte Bohr und West Germany Arbeiten über die aktuelle visuelle Kultur der Demokratie und versuchen dabei, einen kritischen Blick auf die visuellen Repräsentationen der Meinungsmache, die Rituale des politischen Wahlkampfes und der Medienbericherstattung zu werfen, in ihrer althergebrachten Darreicherungsform von poltischer Kampagne, Meinungsbildern, über Reden, Inszenierungen und propagandistischer Strategien bis zu Wählerbefragungen.

Die Ausstellung wird begleitet von einem Kuratorengespräch und schließt mit einer Liveübertragung der Hochrechnungen und einer ausserparlamentarischem Wahlparty ab.