Oberfläche und Oberflächlichkeit: form follows function: Die graffitilose Gesellschaft

form follows function: Die graffitilose Gesellschaft

 

Oberfläche und Oberflächlichkeit, Teil II

form follows function: Die graffitilose Gesellschaft

Vortrag mit Erich Pick (Künstler, D): Embryologische Beherbergungen
Einf├╝hrung: Diego Castro (Künstler, D): Zur Ideologie des Schalensitzes

Mittwoch, 20. Juni 2012, 20h
Gitte Bohr - Club für Kunst und politisches Denken im:

West Germany
Skalitzer Str. 133, Berlin-Kreuzberg
U-Bahn "Kottbusser Tor" (U1, U8)
Eingang neben "Effendi Optik", 2. Stock

Anlässlich unserer Veranstaltungsreihe Oberfläche und Oberflächlichkeit lädt Gitte Bohr - Club für Kunst und politisches Denken zum Teil 2 der Serie ein. Unter dem Motto Form follows function: Die graffitilose Gesellschaft widmen wir uns der Frage, unter welchen Voraussetzungen die Menschen sich in ihre Umwelt einschreiben dürfen: Kratzen die Menschen ihre Initialen in das Glashaus, in dem sie sitzen oder wedeln sie sich mit jedem Wedeln über den Touchscreen einfach aus der Welt?

Wir begrüßen am Abend des 20. Juni 2012 in den Räumlichkeiten des West Germany den in Hamburg lebenden Künstlers Erich Pick, der einen Vortrag zu biomorpher Architektur hält.

Oberflächlich betrachtet, mag kurvig, respektiv biomorph gestaltete Architektur nur die derzeitigen technologischen Produktionsmöglichkeiten und die zeitgenössischen, geschmacklichen Vorlieben widerspiegeln. Erich Pick zeigt jedoch anhand ausgewählter Beispiele des Architekten Greg Lynn (2008 ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen der Architektur-Biennale Venedig) und mit Foucaults Begriff Biopolitik auf, wie in Architektur gesellschaftliche Verhältnisse nicht nur eingeschrieben sind, sondern diese dazu beiträgt, Leben zu gestalten.

Der Abend beginnt mit einem einführenden Vortrag von Diego Castro. Unter dem Titel Zur Ideologie des Schalensitzes setzt sich Castro anlässlich der bevorstehenden Einführung von Schalensitzen in den U-Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe für den Widerstand gegen impenetrable Oberflächen im Public Design und gegen die Kriminalisierung des ungebetenen öffentlichen Eintrags in die Welt ein.